Kennt ihr den „Zabelstein“?

Heute hatten wir mal wieder unsere nähere Umgebung in der Ausflugsplanung. Als schnell erreichbarer „Hotspot“ bot sich der „Zabelstein“ ja geradezu an. Er ist von Schweinfurt aus in 30 Minuten erreichbar und liegt am Fuße des herrlichen Steigerwaldes. Alle Wander- und Radwege sind dort vorbildlich ausgeschildert und wie wir drei auch festgestellt haben, in einem hervorragendem Zustand.

Wir starteten wie immer sehr früh am Morgen und die Sonne lachte uns schon beim Frühstück ins Gesicht. Ich machte mir bei Nutella Brot und Kaffee, schon im Geiste schon Gedanken für heute und konnte es kaum noch erwarten meinen kleinen BANDIDO wieder die Freude einer „Expedition“ mit dem Rudel zu gönnen.

Also ging es auch recht zügig los und wir erreichten schon um 09:30 die Ortschaft „Altmannsdorf“. Dort parkten wir unseren Smart im Ortskern und liefen zu Fuß weiter über die Ortschaft „Neuhof“ zum „Zabelstein“.

Der Weg führte uns an Weinberge vorbei und ließ unserem Blicken viel Freiraum über die weitläufige hügelige fränkische Landschaft. Entlang unseres Weges waren allerlei köstlichkeiten zu sehen, wie Trauben, Äpfel und Birnen. Auch ein paar Bäume mit runden lilafarbenen Früchten konnte ich erkennen. Keine Ahnung ob es Pflaumen oder Ringlos oder ähnlichem war, jedenfalls sahen sie sehr lecker aus, wie sie da verführerisch an den Ästen hingen.

Und weiter ging es durch die kühle Morgenluft, die sich langsam durch die goldene Herbstsonne erwärmte. Ihre Strahlen kitzelten mich in der Nase und meine Laune wurde mit jedem Schritt nach vorne größer. Auch meine Frau war gut gelaunt und machte viele Faxen und entlockte mir mehr als einmal ein glückliches Lachen. Unser kleiner „Bandido“ versuchte sich während dessen daran seine Jagdkunst auf Mäuse zu perfektionieren. Er sprang und wühlte wie ein Fuchs im hohen Gras und man konnte deutlich seine Freude erkennen. Schon alleine deswegen rentieren sich unsere Ausflüge immer wieder aufs neue. Es tut einfach gut zu sehen wie sich der kleine freut und dieses hellt meine Seele jedes mal aufs neue auf und gibt mir Kraft für die kommende Woche.

Nach gut 20 Minuten kamen wir dann an Pferde Koppeln vorbei, wo uns auch einige Pferde neugierig beäugten. Natürlich musste wir diese schönen Tiere auch mal streicheln. So näherten wir uns vorsichtig und berührten sie sanft. Unser vorwitziger „Bandido“ ging sogar auf Tuchfühlung mit den Rossen und jagte mir damit ganz schön Angst ein, als er einfach unter den Zaun hindurch zu einem Pferd lief. Ein Tritt des Pferdes hätte genügt und mein „kleiner“ wäre vermutlich tot. Aber es ging zum Glück alles gut und irgendwie war ich auch stolz auf meinen tapferen kleinen „Scheißer“.

Die nächste Ortschaft die wir durchquerten, bestand aus ca. 3 Häuser, 1 Kapelle, einem Brunnen und einem kleinen Teich. Der Ort heißt „Neuhof“ und ist vermutlich genau dass, was man „Idylle“ nennt. Die Luft roch sehr würzig und gut nach den Pferden und Eseln die auf den Koppeln rund um Neuhof zu sehen waren. Diesen Geruch habe ich seit meiner Jugend als Dorfkind nicht mehr so intensiv erlebt und ich schwelgte deshalb auch sofort in Erinnerungen von damals.

Es kam uns auch gleich bei Ankunft im Ort, "DER" Dorfhund entgegen. Eine wundersame Mischung zwischen irgend etwas sehr großem aber auch sehr kleinem, denn er hatte einen riesigen Kopf, dafür aber sehr kurze kleine Füße und eine Rute die wie eine Fahne im Wind hing. Und er hatte einen unheimlich langen Körper, irgendwie eine sehr liebenswerte Kreatur mit der sich unser Zwergpinscher prima verstand. Beim Rückweg erfuhren wir auch seinen Namen, denn „LUCKY“ wurde Lautstark von Frauchen nach Hause gerufen.

Und weiter ging unsere „Reise“ zum Aussichtsturm „Zabelstein“. Von nun an ging es in den Wald und über fest ausgetretene Pfade immer Bergauf weiter. Zum Glück waren wieder gut angebrachte Wegweiser und Beschilderungen zu sehen, die uns immer auf den richtigen Weg hielten. Unser „Bandido“ eilte derweilen munter voraus, aber alle 50 Meter drehte er sich kurz nach uns um und hatte immer die eine Frage in seinem kleinem Gesicht „Könnt ihr nicht schneller laufen ?“. Und so erreichten wir schließlich den Zielpunkt... Aussichtsturm „Zabelstein“.

Selbstverständlich bestiegen wir alle drei zusammen den hohen Turm und genossen die Aussicht über die Landschaft. Wie klein doch alles unter uns lag. Die ganzen Felder und Wiesen sahen von hier oben aus wie ein bunter „Flickenteppich“ und man selbst fühlte sich so großartig über das erreichte Ziel.

Nach dem Abstieg machten wir erst einmal Pause und bestellten uns in der „Berghütte“ einen Kaffee und einen Tee. Leider gab es in der Hütte direkt am Turm aber keinen Kaffee. Allerdings wenn ihr 200 Meter um den Turm herum geht, dann findet ihr einen urigen überdachten Brotzeitplatz. Dort gibt es Bratwürste, Kuchen, Kaffee, Tee, kleine Gerichte usw.

Wir unterhielten uns dort noch lange mit anderen Wanderern und Mountainbikern in lockerer Atmosphäre. Es war einfach wieder einmal ein sehr schöner und interessanter Ausflug, der uns drei sehr viel Freude bereitet hat. Und so verbrachten wir wieder einmal einen sehr schönen Tag, der unser Rudel wieder sehr gestärkt hat.

Bandido, Daniel und Sibylle… „THE TRIPPLE FORCE“