Besuch der Trimburg

Heute, am Sonntag Morgen kam mir bei dem schönem Wetter die Idee, doch einmal die Trimburg bei Hammelburg zu besuchen. Das Wetter war wunderbar und die Sonnenstrahlen lockten uns schon um 8 Uhr Morgens in die Ferne.

Also dann, mit dem Hund noch schnell eine Runde um den Block um die wichtigsten „Geschäfte“ zu erledigen und auf dem Rückweg beim „Höreder Beck“ vorbei und Brötchen besorgt. Zuhause erwartete mich dann schon meine Sibylle und der Duft von frischen Kaffee, sowie guter Laune Musik aus dem Radio. Ich wog noch eilig BANDIDO´s Futter ab, denn er trabbelte schon ganz aufgeregt herum und verlangte „sein Frühstück“. Meine Sibylle hatte derweilen „unser“ Frühstück schon auf dem Balkon hergerichtet. Es fehlten nur noch die warmen Brötchen und gut gelaunt begann unser Sonntagsbrunch in der angenehm kühlen Morgensonne.

Und dann ging es auch schon los. Schnell noch ein paar Kleinigkeiten zusammen gepackt und rein ins Auto, wo wir alle drei voller Elan unsere 30 Km lange Reise starteten. Nach kurzweiliger Fahrt durch die schöne Landschaft kamen wir in „TRIMBERG“ an und sahen schon aus der Ferne die mächtige Burgruine „Trimburg“. Irgendwie merkte unser BANDIDO unsere Aufregung, denn er war total aufgeregt und sprang hin und her und wollte am liebsten sofort los starten und uns den Weg zeigen.

Im Ort sahen wir auch schon das Schild mit dem Hinweis „Fußweg Trimburg“. Diesen Weg wollten wir auch zum Aufstieg benutzen, denn ihr müsst wissen, es gibt auch noch einen anderen Weg. Dieser ist für die „Fußkranken“ und man kann dann bis direkt vor die „Zugbrücke“ fahren und dort auch parken.

Der Aufstieg gestaltete sich richtig schön, denn wir mussten zuerst eine schmale und sehr steile Treppe hoch. Dabei kamen wir an schönen Grundstücken und Vorgärten vorbei die liebevoll gestaltet sind.

Nach etwa 15 Min. erreichten wir eine kleine Kapelle und dort teilte sich der Weg. Wir hatten die Wahl, entweder die kurze Strecke direkt zur Burg, oder einen längeren Weg vorbei an der Ortschaft „Engenthal“ durch die Weinberge hinauf zur Burg. Natürlich entschieden wir uns für den längeren Weg, denn das Wetter war zu schön und die Landschaft einfach zu herrlich um sie nicht bei einer gemütlichen Wanderung zu genießen. Also bogen wir ab und folgten den gut befestigten Kieswegen aufwärts in die Weinberge. Dabei hatten viel zu schauen und auch zu lachen. Denn ein Grundstück war anstatt mit einem Wachhund mit Wachgänsen gesichert. Als sie uns bemerkten kamen sie mit lauten Geschnatter angerannt und fauchten und drohten uns mit Flügelschlagen und offenen Schnäbeln. BANDIDO drängte sich näher an den Rudelführer heran und ich beruhigte ihn wiederum mit streicheln. Und so hatte unser kleiner Held schon sein erstes Abenteuer tapfer überstanden.

Und weiter ging es Bergauf. Die Sonne streichelte unser Gesicht mit ihren heißen Fingern und wir zogen schon nach kurzer Zeit bereitwillig unsere „Übergangsjacken“ aus. Unser "Hase" allerdings war voll in seinem Element, denn er kam mit dem schnüffeln und spuren lesen kaum noch nach. Man konnte seine Freude über diesen Ausflug richtig spüren und nachempfinden. Es war eine gute Idee nicht daheim zu bleiben, sondern wieder einmal die ausgetretenen Pfade zu verlassen und neue Spuren in die Landschaft zu ziehen.

In den Mauerritzen entlang der Weinberge war allerlei Getier zu sehen und zu hören. All die Käfer und Eidechsen usw. nutzten die Abstrahlwärme der Steine um sich zu wärmen und ihre Körper schnell auf Betriebstemperatur zu bekommen. Sibylle konnte mit ihrem feinen Gehör so manches Geräusch der Tierchen hören. Leider bleibt mir so etwas tolles als Hörgeräte Träger leider verborgen.

Und so schlenderten wir weiter und naschten hier und da mal ein paar einzelne Weintrauben. Wir probierten rote, grüne, gelbe und rosafarbene. Sowie Süße und saure Trauben und alle schmeckten sie besser als die uns bekannten Trauben aus dem Supermarkt. Diese einheimischen Trauben hatten Zucker ohne Ende, denn meine Finger fingen schon an zu pappen und kleben. Es war einfach herrlich die fantastischen September Trauben zu naschen. Alle Winzer mögen uns verzeihen, aber wir beschädigten keinen Stock und zerstörten keine Rebe. Wir pflückten immer nur einzelne, reife Trauben ab und verspeisten sie mit Ehrfurcht über eure Arbeit in den Weinbergen!!! …Ehrlich ;)

Irgendwann kam ich auf die Idee, mal unter einen Stein nach einem fetten Wurm zu suchen. Denn ich wusste das Sibylle keine Würmer mag, ich wollte sie nämlich foppen und mit einen Spaß machen. Und siehe da, schon unter dem ersten großen Stein lag etwas noch viel besseres. Irgend ein Engerling mit herrlichen Beißwerkzeugen. Er zuckte dort auf dem feuchten Boden in alle Richtunge. Er ist wohl erschrocken über den plötzlichen Lichteinfall. Ich hob ihn auf und rief „Sibylle… schau mal was ich gefunden habe“. Und schon hielt ich ihr diese eklige Made vor ihr Gesicht. Doch welche eine Enttäuschung, sie zeigte reges Interesse und wollte den Engerling sogar mal anfassen. Männer, was für eine verkehrte Welt !

Nachdem wir den Engerling wieder an seinem Platz unter den Stein zurück legten, setzten wir unsere Wanderung fort und folgten der Ausschilderung. Dabei bestaunten wir immer wieder die herrliche Aussicht und sahen in der Ferne viele tolle und schöne Sachen. Da war zum Beispiel die Erdfunkstelle mit ihren riesigen Radarschüsseln zu sehen. Oder auch eine andere Burg, oder vielmehr das „Schloss Saaleck“ bei Hammelburg.

Und so verging die Zeit mit viel Spaß und Unterhaltung wie im Fluge und plötzlich tauchte auch schon die Trimburg nach einer Wegbiegung vor uns auf. Mächtig und schön stand sie da und wir staunten beide über den wirklich guten Zustand und die gepflegte Aussenanlage.

Die Burg war bewirtschaftet und wir genehmigten uns erst einmal ein eiskaltes alkoholfreies Radler Bier. Dazu gab es natürlich auch eine anständige Brotzeit. Und unser BANDIDO kriegte sein frisches Wasser und mitgebrachte Leckerli. Außer unserem Hund waren noch einige andere Hunde vor Ort. Es scheint das heute viele Leute mit ihren Tieren unterwegs waren und so hatten wir viel zu schauen und einige nette Gespräche mit den Hundebesitzern.

Nach dieser Stärkung erkundeten wir die Burg die in einem wirklich hervorragendem Zustand ist. Es gibt dort viele Säle und auch ein Weinlokal sowie Kaffeebar mit Kuchentheke usw. Man sagte uns, dass dort viele Veranstaltungen gemacht werden und bestimmte Hallen für private Feiern vermietet werden. Eine feine Sache sind auch die viele Aussichtspunkte und der hohe Aussichtsturm dort. Wir sind dort lange durch die Gänge und Zimmer gewandelt, bevor wir nach der Erkundung der schönen Außenanlage unseren Rückweg antraten.

Soviel zu unserem Sonntags Ausflug den ich euch zum nachlaufen mit Hund nur empfehlen kann. Eine relativ leichte Strecke und auch nicht zu lange. Nach rund einer Stunde gemütlichen Laufens, seit ihr auf der Burg und könnt dort die Aussicht genießen.

Übrigens, es gibt auch eine URL zur Burg… http://www.trimburg.eu/

Tschüss von BANDIDO, Daniel und Sibylle!