Baggerloch „zwei“

Da uns der letzte Ausflug zu einem „Baggerloch“ so gut gefiel, machten wir heute eine neue Expedition zu einem etwas weiter entfernten alten Sand und Kieswerk. Und so starteten wir um 08:00 Morgens und freuten uns schon auf die Ruhe und die Magie eines frühen Herbst Morgens. Da sind kaum Leute unterwegs und das Wetter ist besonders reizvoll.

Unser „BANDIDO“ war wie immer komplett aus dem Häuschen, denn irgendwie merkt er immer sofort wenn ein neues Wochenend-Abenteuer ansteht. Er war während der 35 Kilometer langen Anfahrt ganz aufgeregt und schaute immer wieder aus dem Fenster oder leckte mich im Gesicht um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Als wir endlich am „geheimen“ Kieswerk angelangt waren, da konnte ihn aber nichts mehr zurück halten. Er wollte alles auf einmal erkunden und überall zur gleichen Zeit sein. Deshalb schoss er auf dem Gelände herum, als hätte er ein Wespennest im Popo.

Es war auch schon sehr aufregend hier, denn alles lag in einer Art Dornröschenschlaf und war von Hecken und Büschen richtig eingewuchert und gab den Blick auf uralte Maschinen nur widerwillig frei. Die alten Geräte sind wahre Dinosaurier ihrer Zeit gewesen und für mich sehr beeindruckend.

Aber es gab hier und den angrenzenden Wiesen auch andere Sachen die uns sehr gefielen. Da sangen doch tatsächlich noch einige Vögel ihre schönen Melodien und lustig schnatterten Enten. Auch hörten wir Raben und andere fremde Geräusche. Und siehe da, auch der obligatorische Hase der fast bei jedem unserer Abenteuer mindestens einmal unseren Weg kreuzt, ließ nicht lange auf sich warten. Manche Dinge wiederholen sich doch einfach immer wieder.

Es gab hier auch noch sehr viele Blumen die mit ihren leuchteten Blüten die Hummeln anlocken. Ich entdeckte sogar wilden Hopfen und Seerosen. Als ich aber die verdorrten Kletten erblickte, da kam das Kind in mir durch und ich bewarf meine Sibylle damit. Ich hatte wie damals als Kind einen Heidenspaß mit diesen Schabernack.

BANDIDO folgte Spur auf Spur und war mal im Gebüsch und mal am Wasser und plötzlich wieder bei uns. Ihm gefiel es wieder ausgesprochen gut mit seinem Rudel.

Wir waren ca. 2,5 Stunden Unterwegs auf dem riesigen Gelände mit den kleinen Seen und Tümpeln. Wir sahen hier Baggerloch auf Baggerloch aber keinen einzigen Menschen. Es war genauso wie wir es uns gewünscht hatten. Aufregend, geheimnisvoll, spannend und doch überschaubar.

Erst auf dem Rückweg kam uns eine kleine Gruppe Motocross Fahrer auf ihren Maschinen entgegen. Sie hatten hier wohl ihr Übungsgelände und drehten eifrig ihre Runden. Allerdings waren sie sehr rücksichtsvoll, denn als sie uns sahen, da nahmen sie sofort ihr Tempo raus und fuhren vorsichtig an uns vorbei… Hals und Beinbruch wünsche ich diesen netten Bikern!

So, dass war mein extra kurz gehaltener Gassi Bericht für heute. Ich hoffe nur auch eure Hunde dürfen ab und an mal so etwas erleben. Danach steigt ihr bei ihnen nämlich sofort in der Rangordnung auf ;)

Daniel, Bandido und Sibylle